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Current Research Projects

    

Digitize! Computational Social Sciences in der digitalen und sozialen Transformation

Verschiedene Prozesse der Digitalisierung berühren sämtliche Bereiche der Gesellschaft. Für die Sozialwissenschaften bringen diese Veränderungen die Notwendigkeit mit sich, Instrumentarien und Praktiken aus dem Papierzeitalter neu zu denken. Die Weiterentwicklung digitaler Datenerhebungs- und Analyseverfahren zur Analyse, Reflexion und Gestaltung gesellschaftlicher und politischer Transformationsprozesse steht daher im Mittelpunkt der Zukunftsausrichtung sozialwissenschaftlicher Hochschullehre und Forschung. Neue digitale Datenformate erfordern die Etablierung neuer forschungsethischer und datenschutzrechtlicher Standards, wobei zwischen systemischen und individuellen Nutzen einerseits und Risiken andererseits abgewogen werden muss. Im Zentrum des Projektes steht eine ganzheitliche, juristisch und ethisch fundierte, reflektierte Nutzbarmachung von digitalen Forschungsdaten und Analyseverfahren durch und für die Sozialwissenschaften, die den unterschiedlichen Fachkulturen gerecht wird.

Fördergeber: Wissenschaftsministerium

Laufzeit 2020–2023, gemeinsam mit den Universitäten Wien, Linz und Salzburg

Leitung des Standortes Graz: Markus Hadler und Franz Höllinger

 

Die Messung C02 relevanter Umweltverhalten und anderer Umwelteinstellungen mittels Umfragen

Österreich hat sich im Pariser Klimaabkommen dazu verpflichtet, die Treibhausgas-Emissionen in den nächsten Jahrzehnten dramatisch zu senken. Aktuell werden in der Forschung solche Emissionen vorwiegend auf nationaler Ebene erfasst und auf Grundlage von Durchschnittswerten pro Kopf diskutiert. Eine solche Näherung erlaubt keine zuverlässigen Aussagen über die Rolle verschiedener sozialer Gruppen in Bezug auf Klimawandel und Emissionsbilanz. Bestehende Erhebungen von Umweltverhalten erlauben andererseits zwar Aussagen über den Zusammenhang von Verhalten, Einstellungen und der Bereitschaft zu Veränderungen, wurden aber nicht für das treibhausgasrelevante Verhalten der Bevölkerung entwickelt. Dieses Projekt will diese Lücke schließen, das CO2- relevante Verhalten der österreichischen Bevölkerung erheben, die Einflussfaktoren auf die verschiedenen Verhalten testen und so zur Erreichung des Paris Zieles beitragen.

Fördergeber: Österreichische Nationalbank

Laufzeit 2019–2021

Leitung: Markus Hadler

 

Torero - Fueling a sustainable future

Das Horizon 2020-Projekt TORERO (gestartet im Mai 2017) wurde von der Europäischen Kommission finanziell unterstützt, um ein kosten-, ressourcen- und energieeffizientes Technologiekonzept für die Produktion von Bioethanol aus einem vollständig integrierten Holzabfallrohstoff in einem funktionierenden Stahlwerk in folgender Form zu demonstrieren: • Holzabfälle werden durch Torrefizierung in Biokohle umgewandelt • Biocoal ersetzt fossile Kohlepulver in einem Stahlwerks-Hochofen • Kohlenmonoxid in Hochofenabgasen wird mikrobiell zu Bioethanol fermentiert • Material- und Energieschleifen des Prozesses sind zu einem großen Teil geschlossen.

Jedes Stahlwerk, das dieses Konzept umsetzt, wird pro Jahr mindestens 80 Millionen Liter Bioethanol produzieren können. Dieses Projekt schafft eine Wertschöpfungskette für Holzabfälle, für die es derzeit keine attraktiven Anwendungen gibt. Das Torero-Projekt soll ein wettbewerbsfähiges Verfahren für die Bioethanol-Produktion von Non-Food-Rohstoffen aufzeigen. Verglichen mit der derzeitigen Produktion auf der Basis von Zellulose-Bioethanol ist die Torero-Innovation um einiges effizienter. Torero und das Schwesterprojekt Steelanol sind die einzigen H2020-Projekte, die einen Produktionsprozess für Biokraftstoffe demonstrieren, der in eine bestehende, voll funktionsfähige industrielle Großanlage integriert ist. Alle anderen H2020-Lösungen müssen neu gebaut werden, wenn sie jemals den vollen industriellen Maßstab erreichen. Torero ist eine Zusatztechnologie, mit der bestehende Anlagen des Stahlsektors aufgerüstet werden können – eine Branche, die aktiv nach technologischen Lösungen sucht, um ihre Produktionsprozesse nachhaltiger zu gestalten. Das Konsortium besteht aus der gesamten Wertschöpfungskette, der Industriebetriebe ArcelorMittal und Van Gansewinkel, den beiden Expertenforschungsorganisationen Joanneum Research und der Chalmers Technical University und dem Torrefizierungstechnologie-Anbieter Torr-Coal. Die Universität Graz (Abteilung für Soziologie) übernimmt Disseminationsarbeiten und arbeitet an der Social Impact Studie.

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GeldgeberIn: EU (Europäische Kommission)

Laufzeit: 2019–2022

Projektleitung für Standort Universität Graz: Markus Hadler

 

Das neue Österreichische Sozialwissenschaftliche Datenarchiv (AuSSDA)

Nach der Schließung des Wiener Instituts für sozialwissenschaftliche Dokumentation und Methodik (WISDOM) wurden im vergangenen Jahr (2015) Vertreter der Universitäten Wien, Graz und Linz vom österreichischen Wissenschaftsministerium eingeladen, ein Konzept für eine neue Infrastruktureinrichtung für die Sozialwissenschaften in Österreich zu entwickeln, die folgende Aufgaben erfüllen soll: a) In Kooperation mit dem Europäischen Konsortium sozialwissenschaftlicher Datenarchive (CESSDA) sollen Datensätze von Studien, die an österreichischen Universitäten und außeruniversitären Forschungseinrichtungen durchgeführt wurden, aufbereitet, archiviert, in Forschungsdatenbanken integriert und der scientific community als open data zur Verfügung gestellt werden.  b)  Die Einrichtung dient als Plattform für Kooperationen und wissenschaftlichen Austausch zwischen den Forschungsteams, die nationale Trendstudien (Österreichische Nationale Wahlstudie, Sozialer Survey Österreich) und internationale Surveyprogramme (EVS, ESS, ISSP, SHARE) in Österreich durchführen. c) Durch Methodenforschung und durch Weiterbildungsangebote sollen die Qualität der Forschung und die methodischen Kompetenzen von SozialwissenschaftlerInnen, insbesondere von NachwuchswissenschaftlerInnen in Österreich verbessert werden.

Das Datenarchiv wird an der Universität Wien eingerichtet. Zwei externe wissenschaftliche Mitarbeiter sollen den Aufbau des Archivs an den Standorten Graz und Linz unterstützen. Die Aktivitäten in Graz sind am Center for Social Research angesiedelt. Mittelfristig werden sich diese Aktivitäten auf die kontinuierliche Durchführung und Archivierung des International Social Survey Programme in Verbindung mit dem Sozialen Survey Österreich konzentrieren. 

Das Datenarchiv wird mit Jahresbeginn 2017 seinen Betrieb aufnehmen. Die Arbeiten werden vorläufig in Form eines vom Wissenschaftsministerium geförderten dreijährigen Projekts abgewickelt.

Fördergeber: Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft

Laufzeit: 2017–2021, gemeinsam mit Universitäten Wien und Linz

Projektteam am Center for Social Research: Franz Höllinger und Markus Hadler

 

Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.soc.oec.

Markus Hadler

Univ.-Prof. Mag. Dr.rer.soc.oec. Markus Hadler Department of Sociology

Universitätsstraße 15/G4
8010 Graz
Austria

Telefon:+43 316 380 - 3541

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