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Habilitationsprojekt

Unter Translation versteht man gemeinhin ein Konzept, einen Prozess und/oder ein Produkt, das eine räumliche, sprachliche und/oder kulturelle Distanz überbrückt. Ganz gleich, ob dieser Transfer als erfolgreich angesehen wird oder nicht, geht man - vielfach unausgesprochen - von zwei voneinander getrennten Entitäten aus, die eben durch Translation in Kontakt geraten. In den letzten Jahren wird diesem ganzheitlichen Modell ein alternativer Ansatz der Brüche und Fragmente entgegengehalten, in dem auch vielfach nicht oder nur teilweise erfolgte Prozesse, Produkte oder Konzepte eine Rolle spielen. Darüber hinaus wurden Ansätze entwickelt, die von Translation als einem systemimmanenten Prozess ausgehen.

     Im Rahmen der Habilitation soll dieser Ansatz in mehrfacher Hinsicht ausgeweitet werden. Translation ist dabei als ein situativ-lokaler Vorgang zu verstehen, der nicht ausschließlich einer Überbrückung dient, sondern innerhalb einer Gesellschaft stattfindet und demnach der Etablierung alternativer Diskurse und Zuschreibungen dient. Damit geraten Konstellationen in den Fokus, in denen nicht nur die Adressaten der Originale sowie der Translate deckungsgleich sind, sondern die genannten Akteure ein und demselben sozialen Umfeld zuzuordnen sind. In diesem Verständnis spielt der Topos der Gleichzeitigkeit eine immanente Rolle. Darunter ist der Umstand zu verstehen, dass ältere und neuere Translate (wie auch verschiedene Fassungen des Originals) miteinander konkurrieren und keineswegs ersetzt und somit aus dem kommunikativen Umlauf ausgeschieden werden. Auf diesen Überlegungen aufbauend, soll nach der physisch-räumlichen Verortung von Translation gefragt werden. Wo findet Translation statt? Welche Wege beschreiten ÜbersetzerInnen und DolmetscherInnen. An welchen Orten halten sie sich auf? Und wie kann dieser räumliche Zugang unser Wissen über Translation erweitern?

     Als Objektgegenstand fungieren jene Akteure, Institutionen und Artefakte, die in einem Zusammenhang mit der Etablierung einer neuen imperialen Identität im Zarenreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts standen.

Kontakt

Dr.

Philipp Hofeneder

Merangasse 70/I
8010 Graz

Telefon:+43 (0)316 380 - 2040

Montag, 17:00-18:00 Uhr (nur gegen Voranmeldung)

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