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Dr. Thorin Jonsson

Forschungsschwerpunkte

In meiner Forschung widme ich besonders der akustischen Kommunikation von Tieren: Wie reden Tiere mit ihren Artgenossen und über die Artgrenzen hinaus? Wie werden die unterschiedlichsten akustischen Signale vom Sender produziert und wie werden sie vom Empfänger wahrgenommen?

Als Bioakustiker interessiere ich mich speziell für die Morphologie, Biomechanik und Biophysik der lauterzeugenden und -wahrnehmenden Strukturen (der „Ohren“) bei Tieren. In diesem weitgesteckten Feld fasziniert mich vor allem die Fähigkeit von Arthropoden mit den verschiedensten morphologischen Strukturen laute akustische Signale zu erzeugen. Die erstaunlichen Strukturen reichen z.B. von modifizierten Klauen von Fangschreckenkrebsen über vibrierende Abdominalmembranen in Zikaden, bis hin zu vibrierenden Genitalien in Ruderwanzen.

Damit produzierte Töne der Kommunikation dienen können, müssen sie auch wahrgenommen werden und in der Natur gibt es keinen Mangel Strukturen, die als Ohren bezeichnet werden können. Bei Insekten alleine haben sich Strukturen zur Wahrnehmung von Schallsignalen mindestens 19-mal unabhängig voneinander, auf oder in 15 verschiedenen Körperregionen entwickelt. Diese Abundanz und Diversität von Ohren, zusammen mit deren vielfältigen Funktionsweisen, ist eines meiner anderen Forschungsgebiete.

Eine Gruppe von Insekten, die sowohl in der Schallproduktion als auch in der -wahrnehmung heraussticht, sind die Langfühlerschrecken (Orthoptera, Ensifera; Laubheuschrecken und Grillen), die ich daher auch als Modellorganismen in meiner Forschung verwende. In meinen Forschungsprojekten verwende ich eine Vielzahl an interdisziplinären Methoden um die Morphologie, Mechanik und letztlich die Funktionsweisen von schallerzeugenden und schallaufnehmenden Strukturen zu untersuchen. Dazu gehören u.a. akustische Aufnahmemethoden, Laser Doppler Vibrometrie, Mikro-Computertomographie, mit Hochgeschwindigkeitskameras hergestellte Zeitlupenaufnahmen und KI-unterstützte Bewegungsanalysen, sowie 3D und numerische Modellierungsansätze (Finite Elemente Methode).

Meine Forschungsgruppe und ich sind sehr offen für neue Forschungswege und -ideen und wir freuen uns immer über hochmotivierte Studierende, die sich für unsere Forschung interessieren. Wenn du dich also für Kommunikation bei Tieren begeisterst (keine Vorliebe für Grillen erforderlich) und erfahren möchtest, was Tiere einander sagen und wie genau sie es tun, kannst du uns hier kontaktieren!

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Kontakt

Dr.

Björn Thorin Jonsson

Institut für Biologie

Universitätsplatz 2
8010 Graz

Telefon:+43 316 380 - 3985


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