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Forschung

Literarische Mittelmeerstudien
Viele brennende Fragen der Gegenwart sind mit dem mediterranen Raum verbunden: die Migration aus den Mittelmeerländern, der Nord-Süd-Gegensatz in Europa, das Verhältnis Europas zu seinen südlichen Nachbarn, die Beziehungen zur islamischen Welt gehören dazu. Die Mittelmeerforschung, die sich diesen aktuellen, aber auch anderen, historischen Fragen widmet, leistet dadurch einen wichtigen Beitrag zur Analyse unserer Gegenwart. In meiner Forschung interessieren mich vor allem die mit dem Mittelmeer verbundenen Diskurse, die Schreibweisen der Migration und der Reise, das gemeinsame, aber durchaus auch heterogene Gedächtnis des Mittelmeers, Gedächtnistheorien und Mythen sowie die inter- und transkulturellen Beziehungen und die zugrunde liegenden Kulturtheorien. Konkrete Forschungsgegenstände sind hierbei Mythopoetiken, frankophone Literaturen Nordafrikas, die italienische und französische Literatur, die Region Sizilien. Außerdem geht es mir um die theoretische und methodische Reflexion des Begriffs der "Mittelmeerliteratur".

Französische und italienische Renaissancen
Die Epoche der Renaissance (ca. 1350-1600) wird manchmal als eine Art 'erste' Aufklärung oder als Beginn der 'Neuzeit' gesehen, d.h. man betont, dass in dieser Zeit bereits ein erster Schritt in Richtung Moderne getan wird. Dem liegt ein teleologisches Geschichtsverständnis zugrunde, das notwendigerweise auch eine Abwertung früherer Epochen, insbesondere des Mittelalters einschließt. Dagegen betone ich in meiner Forschung die Eigenständigkeit und Alterität der Renaissanceepoche und widme mich insbesondere der spezifischen Performativität von Texten dieser Zeit, den Kosmologien und Anthropologien, die einen wichtigen Bezugspunkt der Renaissanceästhetik und -poetik bilden. In den nächsten Jahren werde ich auch das Verhältnis von Literatur und Diplomatie der Renaissance/Frühen Neuzeit in den Fokus meiner Forschung rücken.

Weitere Forschungsschwerpunkte sind: Mythenrezeption/Mythentheorie, Dramenpoetik, Frankophonien Afrikas, Literatur und Wissenschaftsgeschichte, Rezeption romanischer Literatur in der deutschen Literatur.

 

 

 

 Tavola Strozzi - Certosa di San Martino - 

"Ministero per i Beni e le attività culturali e del Turismo -Fototeca del Polo Museale della Campania"

Univ.-Prof. Dr.phil.

Steffen Schneider

Institut für Romanistik

Telefon:+43 316 380 - 2500


Sprechstunde:
Dienstag 9:00 - 11:00

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