Forschungsprojekt: #Looking4Lueger
In einem Kooperationsprojekt des Arbeitsbereichs für Geschichtsdidaktik der Universität Wien mit dem Bundesgymnasium 18 Klostergasse und der Gesellschaft Kunst im öffentlichen Raum wurden von März 2023 bis November 2024 im Zuge der Umbauarbeiten an der Schule zwei Erinnerungszeichen zu Karl Lueger umgestaltet bzw. kontextualisiert.
Dies vollzog sich in Kollaboration mit zwei Klassen des BG 18, die Textentwürfe zur Umgestaltung entwickelten. Um die Nachhaltigkeit des Projekts zu gewährleisten und über die Erinnerungszeichen selbst hinaus zu fördern, wurden Peer-to-Peer Workshops entwickelt, die an der Schule weiterlaufen und sich mit der kontroversiellen Erinnerung an Karl Lueger im Schulgebäude beschäftigen werden. Das Projekt wurde vom Institut für Kunst im öffentlichen Raum finanziert.
Insgesamt durchliefen die beteiligten Jugendlichen fünf Workshops. Als Auftakt diente ein zweitätiger Workshop unter dem Motto „#Looking4Lueger“, während dessen sich die Schüler*innen mit dem Konzept von Geschichts- bzw. Erinnerungskultur sowie der Person Karl Lueger und Wien im 19. Jhdt. vertraut machten. Dazu zählte auch ein Tag zur „Feldforschung“ an dem die Schüler*innen unterschiedliche Erinnerungszeichen zu Karl Lueger wie den Karl Borromäus Brunnen, den Siebensternbrunnen und natürlich den Dr. Karl Lueger Platz besuchten, besichtigen und analysierten.
An einem dritten Projekttag, mit dem Titel „#Researching4Lueger“, wurden Grundlagen des (geschichts)wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt um die Schüler*innen bei der Konzeption ihrer Vorwissenschaftlichen Arbeiten im Allgemeinen sowie bei Forschungsdesigns zu Arbeiten, die sich mit der Person Karl Lueger im weitesten Sinne beschäftigen im Speziellen zu unterstützen.
Ein weiterer Workshop unter der Maxime „#RemodelingLueger“ wurde Ende November 2023 durchgeführt bei dem die Schüler*innen zu Karl Lueger Position beziehen und aufbauend auf ihre Sach- und Werturteile Entwürfe zur Umgestaltung des Erinnerungszeichens am Dr. Karl Lueger Platz skizzieren. Letzteres geschah in Kooperation mit Klemens Wihlidal, dem Künstler, der den Siegerentwurf zum Wettbewerb zur Umgestaltung des Platzes geliefert hatte.
In einem finalen Workshop wurde zunächst ein Peer-to-peer Workshop durch die Jugendlichen ausgearbeitet, mit dem die Ergebnisse des Projekts an nachfolgende Schülergenerationen weitergegeben werden können. Schließlich wurde im kollaborativen Schreiben ein kontextualisierender Text für das neue Schulgebäude entwickelt und der Direktorin übergeben.