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Publikationen

Monographien

Geschichte(n) im Konflikt

Der Konsens- und Dialogprozess in Kärnten: Von der nationalen Frage zur Friedensregion Alpen-Adria?

Die Alpen-Adria Region ist geprägt von den gewaltsamen zentraleuropäischen Umwälzungen im „Zeitalter der Extreme“ (Hobsbawm). Das österreichische Bundesland Kärnten ist ein Prototyp dieser Entwicklungen. Es gilt zugleich als „Sonderfall“ der österreichischen Zeitgeschichte. Die Ursache liegt in einem nationalen Konflikt, der die Geschichte des Bundeslandes über mehr als 150 Jahre prägte. Er legt die Basis für öffentliche Diskussionen um Minderheitenrechte. Den sichtbarsten Ausdruck findet die „Kärntner Volksgruppenfrage“ im jahrzehntelangen Streit um zweisprachige topographische Aufschriften. Zu seiner Beilegung initiiert die Politik einen Konsensprozess, um eine Lösung durch lokale Konfliktparteien erarbeiten zu lassen. Aus diesem Prozess entsteht ein Dialog, der auf eine tiefere Aufarbeitung der Konfliktgrundlagen zielt. Das Buch bietet eine Analyse dieser Prozesse, ihrer Entwicklung, Grenzen und Potenziale, sowie zentraler Kritikpunkte. Es widmet sich dem Wechselspiel von Historie, kollektiven Identitäten und Erinnerungen. Dabei beleuchtet das Buch, wie Dialoginitiativen Methoden der Konfliktbearbeitung nutzen, um exklusive Narrative zu hinterfragen, die Aufarbeitung historischer Konfliktlinien zu ermöglichen, Dialoge in der Bevölkerung zu initiieren und ein Umfeld zu schaffen für neue Lösungen in Minderheitenfragen – bis hin zur Errichtung einer „Friedensregion Alpen-Adria“.

Facultas, 2018, 376 S.

Inhaltsverzeichnis und Einführung:

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Minderheitenschutz und Sprachförderung

Pluralismustauglicher Minderheitenschutz am Beispiel des zweisprachigen Kärnten und dreisprachigen Südtirol. Perspektiven des Österreichischen Volksgruppenrechts.

Das Buch widmet sich Herausforderungen des Minderheitenrechts in immer pluralistischeren Gesellschaften. Am Fallbeispiel Kärnten (Österreich) im Vergleich mit dem "Erfolgsmodell" Südtirol (Italien) entwickelt es ein kontextsensitives Modell aus Minderheitenschutz und Sprachförderung. Das Modell kombiniert "klassische" Instrumente des Minderheitenschutzes mit einem darüber hinaus reichenden Schutz der Sprache und ihrer Förderung. Aufbauend auf den Spezifika der Minderheitensituationen, Identitätskonzepten der Minderheitenangehörigen und der Funktionalität ihrer Sprachen analysiert die Arbeit die Umsetzung des entwickelten Ansatzes im geltenden Recht, um neue Interpretationen vorzuschlagen und an Instrumenten in Kärnten Perspektiven für das österreichische Volksgruppenrecht aufzuzeigen.

Böhlau, 2017, 385 S.

Rezensionen:

Günther Rautz, Jürgen Pirker: Minderheitenschutz und Sprachförderung, JRP 2018/2, 154-155

Komáromi Sándor, Pirker, Jürgen: Law and Symbolism. The Inclusion of the Carinthian Slovene Minorityin the Province's Constitution, in: KISEBBSÉGKUTATÁS/MINORITY STUDIES, 4/2017, 134-137 (Ungarisch).

Schneider-Mizony O., Pirker Jürgen. Minderheitenschutz und Sprachförderung Pluralismustauglicher Minderheitenschutz am Beispiel des zweisprachigen Kärnten und dreisprachigen Südtirol, 2017, Nouveaux Cahiers d'Allemand : Revue de linguistique et de didactique, Vol.36, n°2, 2018, 201-204 (Französisch).

Buchvorstellung:

Die Presse, Friedenspädagogik für Kärnten, 18.08.2017.

Inhalt:

Blick in das Buch.

 

Wir sind Kärnten. Jugend, Begegnung und politische Bildung in Volksgruppenfragen

Ein bekanntes Credo weiß: Kärnten ist anders! Eine Ursache liegt in der nationalen Frage. Sie prägte die jüngere Geschichte des Landes und die Lebenswelten vieler Kärntner. Die Folgen waren sichtbar: jahrzehntelange Konflikte um zweisprachige Ortstafeln, zweisprachigen Unterricht und andere Minderheitenrechte. Aber wie denkt Kärntens Jugend heute über Volksgruppenfragen?

Das Buch liefert Einblicke in die Meinungswelt der Jugendlichen und entwirft Handlungsperspektiven für die politische Bildung. Es dokumentiert Begegnungen mit dem zweisprachigen Kärnten und begibt sich auf die Suche nach Narrativen und Faktoren, die Einstellungen zu Zweisprachigkeit, Volksgruppenfragen und Minderheitenschutz beeinflussen. Grundlage bilden die Ergebnisse einer Umfrage an allen 22 Allgemeinbildenden höheren Schulen Kärntens und eines schulübergreifenden Verständigungsprojektes an vier Projektschulen. Sie zeigen: Persönlicher Kontakt, intensive Auseinandersetzung mit Familien- und Landesgeschichte(n), bessere Information in Volksgruppenfragen und Verständnis für das Gegenüber bereiten den Weg für eine gemeinsame Zukunft.

Verlag Nomos, 2013, 157 S.

Rezension:

Ines Weber, Jürgen Pirker: Wir sind Kärnten – Mi smo Koroška, in: Portal für Politikwissenschaft, 2013.

Inhaltsverzeichnis:

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Kärntner Ortstafelstreit. Der Rechtskonflikt als Identitätskonflikt.

Der Kärntner Ortstafelstreit ist ein besonderes Phänomen der österreichischen Zeitgeschichte. Der Minderheitenkonflikt wird hierbei als scheinbarer Teil einer "Kärntner Identität" aufrechterhalten und findet seinen Ausdruck in einem Winden um die Legalität, wie die diversen Ortstafelmetamorphosen der jüngeren Vergangenheit belegen. Indiziert ist dadurch die Frage nach einem tiefer liegenden Identitätskonflikt, der sich hinter dem vordergründig ausgetragenen und medial wahrnehmbaren Rechtskonflikt verbirgt.

Aufbauend auf einer historischen Betrachtung der wesentlichen Entwicklungen von 1955-2008 werden Fragestellungen der kollektiven Identitätskonstruktion und des Nationalismus in Kärnten als Prämisse des bis heute bestehenden Konfliktes thematisiert. Die für die Ortstafelfrage relevanten Gesetzesnormen auf nationaler, internationaler und zwischenstaatlicher Ebene bilden neben der Rechtsprechung, den verschiedenen Auslegungsvarianten der Gesetzesbestimmungen und Rechtsmeinungen den Fokus eines weiteren Abschnitts.

Abschließend analysiert der Autor die Wechselwirkungen von Politik, Identität und Recht im Kärntner Konflikt anhand der Identitätskonzepte der diversen Interessensvertreter beider Bevölkerungsgruppen. Er illustriert damit jene Faktoren, die den Kärntner Minderheitenkonflikt in einem zusammenwachsenden Europa am Leben erhalten.

Verlag Nomos, 2010, 338. (60 S. English Summary)

Rezension:

Tamara Ehs, Jürgen Pirker: Kärntner Ortstafelstreit, in: Portal für Politikwissenschaft, 2010.

Inhalt und Conclusion (Deutsch/Englisch):

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Herausgegebene Werke

Grenzen - Trennung und Verbindung 1918-2018

Reihe: skupno gemeinsam 2020

Hrsg: Gerhard Hafner / Karl Hren / Heinrich Neisser/ Martin Pandel / Jürgen Pirker / Günther Rautz / Kathrin Stainer-Hämmerle

Grenzen trennen und verbinden, politisch und mental. Die nach dem Ersten Weltkrieg gezogenen Grenzen schufen neue Nationalstaaten und förderten den Nationalismus, der im 20. Jahrhundert seine aggressivsten Ausprägungen erfuhr. Die vor 100 Jahren gezogenen Grenzen führen bis heute zu Spannungen und Konflikten. Die Europäische Gemeinschaft trat nach dem Zweiten Weltkrieg als „Friedensprojekt“ an, Grenzen zu überwinden, die in Reaktion auf die Migrations- und Flüchtlingskrise jüngst wieder geschlossen wurden – real und in den Köpfen. Die 100-jährigen Jubiläen der Neuordnung Europas nach dem Ersten Weltkrieg, der Gründung der Ersten Republik und der Kärntner Volksabstimmung bieten Anlass, sich aus interdisziplinärer Perspektive mit den Ursachen und Folgen von Grenzziehungen, ihrer Überwindung und den Potenzialen von Grenzräumen in der Europäischen Union zu beschäftigen. Dazu illustrieren im vorliegenden Band zunächst Familiengeschichten subjektive Erfahrungen von Grenzbewohnern und Minderheitenangehörigen, die ihre „Heimat“ nach der Neuziehung der Grenzen vor 100 Jahren verlassen mussten. An diese Impressionen schließen Analysen der Genese dieser Grenzziehungen und ihrer Folgen für die Gegenwart an. Die Beiträge beleuchten Funktionen von Grenzen und Möglichkeiten ihrer Überwindung durch die Europäische Union.

Mit Beiträgen von:

Ernst Bruckmüller (Wien),  Claudia Fräss-Ehrfeld (Klagenfurt), Danijel Grafenauer (Ljubljana), Roland Girtler (Wien), Tamara Griesser-Pecar (Wien), Gerhard Hafner (Wien), Othmar Karas (Wien/EP), Heinrich Neisser (Wien/Innsbruck), Jürgen Pirker (Graz), Manfried Rauchensteiner (Wien)

Vorwort:

Dr. Peter Kaiser, Landeshauptmann von Kärnten

Hermagoras Verlag, 2019, 232 S.

Inhaltsübersicht und Einführung:

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Alte und neue Minderheiten: Integration, Recht und Politik

Reihe: gemeinsam/skupno 2020

Hrsg: Gerhard Hafner / Karl Hren / Heinrich Neisser/ Martin Pandel / Jürgen Pirker / Günther Rautz / Kathrin Stainer-Hämmerle

Migration fordert den klassischen Minderheitenschutz am Beginn des 21. Jahrhunderts heraus. Ein nachhaltiger Umgang mit „neuer“ und „alter“ Vielfalt bedarf der Analyse der Trennung zwischen autochthonen und anderen Minderheiten in bewährten Minderheitenschutzkonzepten und ihrer Folgen für verschiedene Gruppen und ihre Angehörigen. Das Buch wirft daher die Fragen auf: Sind Schutzsysteme für alte Minderheiten noch effektiv? Erweisen sich die der Abgrenzung zwischen neuen und alten Minderheiten zugrunde liegenden Kriterien weiterhin als sinnvoll? Inwieweit reagieren „klassische“ Systeme des Schutzes ethnischer Minderheiten auf die zunehmende Präsenz neuer Gruppen? Zur Beantwortung dieser Fragen integriert der Band Perspektiven der Geschichts-, Rechts-, Politik- und Sozialwissenschaften – am Beispiel Österreichs in seinem internationalen Kontext.

Mit Beiträgen von:

Doris Angst (Bern), Wolfgang Benedek (Graz), Marika Gruber (Klagenfurt), Gerhard Hafner (Wien), Nadine Hell (Klagenfurt), Stephan Leitner (Wien), Joseph Marko (Graz), Jürgen Pirker (Graz), Günther Rautz (Bozen), Albert Reiterer (Wien), Kathrin Stainer-Hämmerle (Klagenfurt), Gabriel Toggenburg (Wien/Bozen), Dejan Valentincic (Ljubljana), Vladimir Wakounig (Klagenfurt)

Vorwort:

Dr. Peter Kaiser, Landeshauptmann von Kärnten

Hermagoras Verlag, 2018, 294 S.

Inhaltsübersicht und Einführung:

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Kärnten und Slowenien: Getrennte Wege - Gemeinsame Zukunft

Jugend zwischen Heimat, Nation und Europa

Mladi o domovini, narodu in Evropi

Die Umbrüche des 20. Jahrhunderts hinterlassen tiefe Spuren in und zwischen den Ländern des Alpen-Adria-Raumes. Alte und neue Nationalismen führen vielerorts zu Auseinandersetzungen in Volksgruppenfragen – zwischen Kärnten und Slowenien zuletzt sichtbar in jahrzehntelangen Konflikten um zweisprachige Ortstafeln und andere Minderheitenrechte.

Das Buch beleuchtet Einstellungen von Jugendlichen beider Länder zu Geschichte(n) der Region, Zwei- und Mehrsprachigkeit, Nationalismus und kultureller Vielfalt, neuen und alten Minderheiten, Nachbarländern und Europa. Aufbauend auf den Ergebnissen eines grenzübergreifenden Forschungsprojektes widmen sich Beiträge der Geschichte Kärntens und Sloweniens, ihren Narrativen und deren Folgen für Lebenswirklichkeiten. Berücksichtigung erfährt die Bedeutung von Minderheiten- und Nachbarsprachen in Grenzräumen und daraus erwachsende Implikationen für „moderne“ Konzeptionen von Minderheitenschutz.

Preobrati 20. stoletja rišejo globoke sledi v deželah regije Alpe-Jadran. Stari in novi nacionalizmi marsikje povzročajo konflikte na področju narodnih manjšin, kar se v primeru avstrijske Koroške in Slovenije jasno odraža v desetletja dolgih razpravah o dvojezičnih krajevnih tablah in drugih manjšinskih pravicah. Knjiga razkriva stališča mladih iz Slovenije in Avstrije do zgodovine regije, dvo- in večjezičnosti, nacionalizma in kulturne raznolikosti, novih in starih manjšin, sosednjih držav in Evrope. Na podlagi izsledkov čezmejnega raziskovalnega projekta se prispevki posvečajo zgodovini Koroške in Slovenije, njuni pripovednosti in posledicam pri identifikacijah in življenjskih izkušnjah. Pozornost je namenjena tudi pomenu manjšinskih in sosednjih jezikov na mejnih območjih in iz tega izhajajočim implikacijam za "sodobne" koncepte na področju zaščite manjšin.

Mit Beiträgen von / S prispevki avtorjev:
Danijel Grafenauer | Linda Hofmeister | Helmut Konrad | Sonja Novak-Lukanovič | Joseph Marko | Rainer Pichler | Jürgen Pirker | Stefanie Vavti | Hellwig Valentin | Werner Wintersteiner | Daniel Wutti

Verlag Nomos, 2015, 344 S. Deutsch und Slowenisch.

Bewertung des zugrundeliegenden Projekts:

Nadja Danglmaier, Andreas Hudelist und Daniel Wutti, Good Practice Herausragende Schulprojekte zum Thema Nationalsozialismus, in: Nadja Danglmaier/Andreas Hudelist/Samo Wakounig/Daniel Wutti (Hrsg.), Erinnerungsgemeinschaften in Kärnten/Koroška, Hermagoras, 2017, 231.

Inhaltsverzeichnis:

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L' état, c'est quoi? Staatsgewalt im Wandel

Hrsg: Heschl / Juri / Neubauer / Pirker / Scharfe / Wagner / Willgruber

54. Assistententagung Öffentliches Recht

Der Staat befindet sich in einer Transformation von der unangefochtenen Ordnungsmacht wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Beziehungsgeflechte hin zu einem herausgeforderten Akteur in einem komplexen und multipolaren System (inter-)nationaler Interessenlagen. Dabei sieht er sich mit neuen Aufgaben, Tätigkeitsfeldern, Handlungsspielräumen und Normsetzungsmodellen konfrontiert. Was bedeuten diese Veränderungen für den rechtlichen Rahmen von Staatlichkeit und staatlichem Handeln? Welche Funktion erfüllt die Rechtswissenschaft bei der Beantwortung dieser Problemlagen?

Vor diesem Hintergrund wird in 14 Beiträgen das Ausfransen von Staatsgewalt hinterfragt, die Transformation von Rechtsformen, Akteurslandschaften und Institutionengefügen analysiert und der Blick auf Wegmarken der Entwicklung von Government zu Governance gerichtet – von staatstheoretischen Grundsatzüberlegungen bis hin zu verwaltungsrechtlichen Fallstudien.

Mit Beiträgen von:
Helmut Philipp Aust (Berlin), Maria Bertel (Innsbruck), Dominik Elser (Bern), Jasper Finke (Hamburg), Rike U. Krämer (London), Malte Kröger (Hamburg), Elmar Krüger (Osnabrück), Claudia Wutscher (Wien), Anna Mrozek (Leipzig), Hannes Rathke (Berlin/Heidelberg), Philipp Reimer (Freiburg), Vanessa Rüegger (Basel), Roya Sangi (Hamburg) und Dominik Steiger (Berlin).

Nomos, 2015, 329 S.

Rezension:

Matthias Lemke, Lisa Heschl / Julia Juri / Manuel P. Neubauer / Jürgen Pirker / Matthias Scharfe / Lorin-Johannes Wagner / Malina Willgruber (Hrsg.): L'État, c'est quoi? Staatsgewalt im Wandel Baden-Baden: 2015, in: Portal für Politikwissenschaft, 2016.

 

Kooperation und Koordination als Rechtsentwicklungsrends

Hrsg: Gotthard / Hofstätter / Ivankovics / Neubauer / Pirker / Scharfe / Trappl / Willgruber

Mit Beiträgen von: 
Ludwig Adamovich • Stephan G. Hinghofer-Szalkay • Andreas Stefan Huber • Julia Kolar • Mona Philomena Ladler • Philipp Lindermuth • Andreas Lopatka • Matthias Lukan • Andreas Orator • Rainer Palmstorfer • Kerstin Tobisch • Bernd Wiesinger

Jan Sramek Verlag, 2014, 254 S.

 

Weitere Veröffentlichungen:

Ass.-Prof. MMag. DDr.

Jürgen Pirker

Institut für Öffentliches Recht und Politikwissenschaft

Telefon:+43 316 380 - 7412

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