Testseite
Zur Biographie
HANS HELMUT HIEBEL, Prof. Dr., geb. am 18. 05. 1941 in Reichenberg (jetziges Liberec/Tschechien), von 1985 bis 2009 ordentlicher Professor für Österreichische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft an der Universität Graz.1961-68 Studium der Germanistik und Anglistik in Erlangen und Brighton/Sussex. 1972 Promotion in Erlangen (Dissertation bei K. Wölfel zur Epos- und Romantheorie). 1976-82 Wissenschaftlicher Assistent in Erlangen. 1982 Habilitation (Venia: Neuere deutsche Literaturgeschichte; Habilitationsschrift bei K. Wölfel zu Recht und Macht bei Franz Kafka, Gutachter: Proff. K. Wölfel, G. Neumann, U. Fülleborn). 1984 Privatdozent an der Universität Erlangen. Sommersemester 1984 Professor in Gießen. 1.1.1985 Ernennung zum Reader in German an der University of Sussex/Brighton (DAAD-Langzeitdozentur). 1985 Ernennung zum Ordentlichen Universitätsprofessor an der Karl-Franzens-Universität Graz in Österreich. Von Januar 1994 bis Februar 2001 Leitung des FWF-Projekts "Literatur und Medien". Emeritierung 2009 ... Unterricht bis 2011
überschrift
Arbeiten zum Drama
Drama
O. Univ.-Prof. Dr. Hans Helmut H i e b e l
Schriften zum Drama
Größere Arbeiten:
Hans H. Hiebel: Henrik Ibsens psycho-analytische Dramen. Die Wiederkehr der Vergangenheit, München: Fink 1990, 244 S.
Hans H. Hiebel (Hrsg.) [sic]: Gottfried Zeißig. Die Ueberwindung der Rede im Drama. Mit einer wissenschaftsgeschichtlichen Studie des Herausgebers: Auktoriales und personales Drama, Bielefeld: Aisthesis 1990, 208 S.
Aufsätze:
Hans H. Hiebel: Rollenspiel als Selbstreflexion. Thesen zum “Psychodrama”. In: Diskussion Deutsch 31 (1976), S. 451-468
Hans H. Hiebel: Mißverstehen und Sprachlosigkeit im “Bürgerlichen Trauerspiel”. Zum historischen Wandel dramatischer Motivationsformen. In: Jahrb. d. Dt. Schillergesellschaft 27 (1983), S. 124-153
Hans H. Hiebel: “Ich habe - eine Vergangenheit”. Zur Semantik der ‘psycho-analytischen’ Dramenform bei Henrik Ibsen. In: Jahrb. d. Dt. Schillergesellschaft 31 (1987), S. 267-288
Hans H. Hiebel: Georg Büchners heiter-sarkastische Komödie “Leonce und Lena”. In: Winfried Freund (Hg.), Deutsche Komödien. Vom Barock bis zur Gegenwart, München: Fink 1988 (= UTB 1498), S. 110-128; 2. Aufl. 1995
Hans H. Hiebel: Das Lächeln der Sphinx. Das Phantom des Überbaus und die Aussparung der Basis: Leerstellen in Büchners Leonce und Lena. In: Büchner-Jahrbuch 7 (1988/89), S. 126-143
Hans H. Hiebel: Auktoriales und personales Drama. Eine wissenschaftsgeschichtliche Studie zur Theorie des Aufklärungs- und Sturm-und-Drang-Dramas mit besonderer Berücksichtigung Gottfried Zeißigs. In: Hans H. Hiebel (Hrsg.) [sic], Gottfried Zeißig. Die Ueberwindung der Rede im Drama. Mit einer wissenschaftsgeschichtlichen Studie des Herausgebers: Auktoriales und personales Drama, Bielefeld: Aisthesis 1990, S. 119-197
Hans H. Hiebel: Allusion und Elision in Georg Büchners Leonce und Lena. Die intertextuellen Beziehungen zwischen Büchners Lustspiel und Stücken von Shakespeare, Musset und Brentano. In: Burghard Dedner und Günter Oesterle (Hg.), Zweites Internationales Georg Büchner Symposium 1987. Referate, Frankfurt a. M.: Hain 1990, S. 353-378
Hans H. Hiebel: Das “offene” Kunstwerk als Signum der Moderne. In: J. M. R. Lenz als Alternative? Positionsanalysen zum 200. Todestag, hg. v. Karin A. Wurst, Köln, Weimar, Wien: Böhlau 1992, S. 179-197
Hans H. Hiebel: [Samuel Beckett’s] Quadrat 1 + 2 as a Television Play. In: Samuel Beckett Today/ Aujourd’hui. Beckett in the 1990s. Selected papers from the Second International Beckett-Symposium, held in The Hague 8-12 April, 1992, ed. Marius Buning and Lois Oppenheim, Am-sterdam and Atlanta: Rodopi 1993, S. 335-343
Hans H. Hiebel: Sprachrealismus und Verfremdung. Ödön von Horváths Dramaturgie zwischen personaler und auktorialer Perspektiventechnik. In: German Quarterly 67 (Winter 1994), S. 27-37
Hans H. Hiebel: Die Beckett-Konferenz und das Beckett-Festival in Straßbourg. In: Arbeiten und Anglistik und Amerikanistik (AAA) 22 (1997), H. 2, S. 161-171
Hans H. Hiebel: Beckett’s Television Plays and Kafka’s Late Stories. In: Marius Buning, Matthijs Engelberts, Sjef Houppermans und Emmanuel Jacquart (Hg.): Samuel Beckett: Crossroads and Borderlines. L’OEuvre Carrefour/L’OEuvre Limite, Amsterdam/Atlanta: Rodopi 1997 (= Samuel Beckett Today/Aujourd’hui 6), S. 313-327
Hans H. Hiebel: Paradigmawechsel im Medium Drama um 1775. In: Knut Hicketier, Katja Schumann: Die Schönen und die nützlichen Künste. Literatur, Technik und Medien seit der Aufklärung. [Fs. Für Harro Segeberg], München: Fink 2007, S. 73-81.
Hans H. Hiebel: Zweistimmige Sätze: Büchners Danton’s Tod. In: Nigel Harris and Joanne Sayner (Hg.): The Text and its Context. Studies in Modern German Literature and Society. Presented to Ronald Speirs on the Occasion of his 65th Birthday. Oxford u. a.: Lang 2008, S. 95-108
Artikel/Interviews/Rezensionen:
Hans H. Hiebel: Der Mensch spielt auf Gottes großem Mist ... John Calder über Samuel Beckett, das Werk und den Dichter. Ein Gespräch, [= Interview mit John Calder, Teil I; im Original in englischer Sprache]. In: Theater heute 12 (1988), S. 10-16
Hans H. Hiebel: John Calder über seinen Autor und Freund Samuel Beckett. Seine Spiele: Visionen der Welt. Ein Gespräch - Fortsetzung und Schluß, [= Calder-Interview, Teil II]. In: Theater heute 1 (1989), S. 54-58
Hans H. Hiebel: Ein Hammer und drei Nägel im “Endspiel”. Der Londoner Verleger John Calder gibt Auskunft über Samuel Beckett, [= andere Fassung des Calder-Interviews]. In: Die Presse, 21./22. 1. 1989
Hans H. Hiebel: We spelen in Gods mist. Een gesprek over Samuel Beckett. In: Toneel Theatral Jg. 111 (Amsterdam Februar 1990), H. 2, S. 6-15
Hans H. Hiebel: John Calder on Samuel Beckett. London, 30th May and 11th June 1988. An Interview with John Calder, friend of Beckett and Publisher of his works in England. In: AAA - Arbeiten aus Anglistik und Amerikanistik 16 (1991), H. 1, S. 67-99
Hans H. Hiebel: Traum(a) und Turm-Phall. Baumeister Solness. In: Programmheft Henrik Ibsen: Baumeister Solness. Theater Basel, Basel 1992
Hans Hiebel: Beckett in Strasbourg. Sam’s Last Tape. In: The Beckett Circle. Newsletter of the Samuel Beckett Society Vol. 18, No. 2 (Fall 1996), S. 12
Zuletzt geändert am 5. 7. 2000.
Last modified 07-05-2000.
Dies ist ein neuer Eintrag
Em. Prof. Dr. Hans H. Hiebel

Tel. 316-475297
VITA
Le b e n s l a u f Hans Helmut Hiebel
Ich wurde am 18.5.1941 in Reichenberg/Sudentenland, jetzt Liberec/Tschechien (CSFR), als Sohn des Textilingenieurs Helmut Hiebel (geb. 20.4.1910) und der Dolmetscherin Waltraud Hiebel (geb. 9.7.1913), geboren. Im Jahr 1946 kam ich mit Mutter und Schwester (Susanne Hiebel, geb. 17.4.1945) als „Heimatvertriebener“ nach Bayern, wo ich die Volksschule und das Gymnasium besuchte. Im Juni 1961 legte ich an der Oberrealschule Füssen die Reifeprüfung ab. Mein Vater war von 1940 bis 1945 als einfacher Soldat im Kriegsdienst und von 1945 bis September 1949 in russischer Kriegsgefangenschaft (Swerdlowsk/Sibirien).
Ich studierte in Erlangen Germanistik und Anglistik (vorübergehend auch Philosophie und Romanistik) von 1961 bis 1968; vom Herbst 1965 bis zum Sommer 1966 war ich als Stipendiat (des British Council bzw. der King Edward VII Foundation) an der University of Sussex/Brighton. 1968 legte ich das Wissenschaftliche Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Deutsch und Englisch ab. Am 14. Juli 1972 promovierte ich zum Dr. phil. mit der Dissertation DIE DEUTSCHE EPOS- UND ROMANTHEORIE IM 18. JAHRHUNDERT. Im November 1981 reichte ich meine Habilitationsschrift über FRANZ KAFKA an der Universität Erlangen ein (Gutachter waren K. Wölfel, U. Fülleborn und G. Neumann) und wurde am 24.5.1982 für das Gebiet der Neueren deutschen Literaturgeschichte habilitiert. Von 1968 bis 1982 war ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter und dann als Wissenschaftlicher Assistent in Erlangen tätig. Im September 1982 wurde ich zum akademischen Oberrat a. Z. ernannt. Die Erteilung der Lehrbefugnis und die Ernennung zum Privatdozenten erfolgte am 12.4.1984. Im SS 1983 vertrat ich in Erlangen und im SS 1984 in Gießen einen Lehrstuhl (C4).
Ich habe am 4.10.1977 Ursula Elvira Schmeller, geb. am 2.4.1954 in Erlangen, geheiratet. Am 20.10.1977 wurde unser Sohn Holger Johannes und am 3.11.1983 unsere Tochter Hannah Christina geboren. Meine Frau hat 1978 das 1. und 1983 das 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Deutsch, Sozialkunde, Geschichte) abgelegt und 1984 eine Planstelle angetreten. Im Sommer 1984 bewarb ich mich mit Erfolg um eine DAAD-Langzeitdozentur an der University of Sussex (Brighton/England) und wurde mit Wirkung zum 1.1.1985 zum Reader in German ernannt. Die Dozentur bzw. die Anstellung als Reader in German sollte fünf Jahre dauern, aber ich erhielt Anfang 1985 einen Ruf an das Institut für Germanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich. Ich mußte der University of Sussex zum 31. August kündigen und wurde mit Wirksamkeit zum 1. September 1985 zum „ordentlichen Universitätsprofessor“ für „Österreichische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft“ an der Karl-Franzens-Universität Graz ernannt - und erhielt zusätzlich zur deutschen die österreichische Staatsbürgerschaft. Meine Frau gab den Schuldienst (bis auf weiteres) auf und die ganze Familie übersiedelte Anfang September 1985 von Heßdorf bei Erlangen nach Graz.
Seit 1985 lehre ich an der Universität Graz. Im summer term 1988 war ich als Gastprofessor an der Sussex University/Brighton tätig. Ich habe in der Zwischenzeit an Symposien zu Büchner (Marburg), Kleist (Oldenburg), zur Romantik (Strasbourg), zu Ingeborg Bachmann (Canton, New York) und zur Literatur der Moderne (Klagenfurt), zur Österreichischen Literatur und Kultur (University of California, Riverside), zu Samuel Beckett (Den Haag, Strasbourg), Kafka (Klosterneuburg/Wien) und zu Theodor Storm (Husum/Hamburg) teilgenommen und Vorträge zu Kafka, Büchner, Kleist und anderen Vertretern der modernen Literatur und der Literatur des 18. und frühen 19. Jhs. in Würzburg, Strasbourg, Brighton, Montreal, Edmonton, Vancouver, Riverside, Canton, Bloomington/Indiana, Amherst, Wien, Klagenfurt, Zagreb, Santa Barbara, Birmingham, Husum/Hamburg, Jena und andernorts gehalten.
Ein Forschungssemester im Sommer 1989 machte es mir möglich, drei geplante Bücher zu vollenden (eine Monographie zu Ibsen, eine Studie zur Dramentheorie und eine Edition zum Verhältnis von Technik, d.h. „Medien und Maschinen“, und Literatur).
Am 6. 12. 1993 wurde vom österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) mein Antrag auf Einrichtung eines Forschungsprojekts mit dem Titel „Literatur und Medien“, dessen Aufgabe die Erforschung des Einflusses der Medienumwelt auf die Formen der Literatur sein soll, genehmigt; die Projektgruppe nahm am 1. 2. 1994 ihre Arbeit auf. Folgeprojekte wurden bis Januar 2001 genehmigt.
Kurzer Lebensgeschichte
Kurze Lebensgeschichte
Die ist ein Test
Sollte fett sein
ist aber nicht
noch ein test
Sollte fett sein - laut RTE ...
Die Eltern

Die Eltern, Die Zeugung

Big Sur
Henry Miller at his best

Henry Miller in Big Sur

Hans Helmut Hiebel
Ausführlicher Lebenslauf
Ich wurde am 18.5.1941 in Reichenberg/Sudentenland, Tschechoslowakei, jetzt Liberec/Tschechien, als Sohn des Textilingenieurs Helmut Hiebel (geb. 20.4.1910) und der Tschechisch-Dolmetscherin Waltraud Hiebel (geb. 9.7.1913), beide Eltern traten auch halb-professionell als Sänger/Sängerin auf, geboren. Der Vater war von 1940 bis 1945 als einfacher Soldat bzw. Gefreiter und Schreiber im Kriegsdienst, geriet im April 1945 in Königsberg in russische Gefangenschaft, wo er erst im September 1949 in die Heimat entlassen wurde und am 24. 9. 1949 mit nichts als einem schwarzen Wintermantel in Lengenfeld bei Kaufbeuren aus einem Bus stieg. Durch zwei Gelbsuchterkankungen (1942-1944) hatte er sich eine Leberzirrhose zugezogen und zählte zu den "Kriegsversehrten".
Der Tag meiner Zeugung (4. 8. 40):
"I wish my father or my mother ... ..."
Der Großvater, der Vater der Mutter, geb. 15.10.1877
als Konditorgeselle in Hamburg
Der Großvater in Maxdorf vor seiner Konditorei
Das Haus der Großeltern in Maxdorf, Maxov Dolni
Die Eltern im Jahr 1955
In den Kriegsjahren - der Vater war zum Kriegsdienst eingezogen worden - lebte ich mit der Mutter bei den Großeltern (Foto: <link typo3 opa1.jpg>Großvater und Haus der Großeltern um 1940) in Maxdorf, Dolni Maxov, bei Reichenberg/Liberec. 1945 wurden meine Großeltern aus ihrem Haus in Maxdorf (Foto: Das <link typo3 maxd77.jpg>Haus in Maxdorf in der kommunistischen CSSR 1977) vertrieben, mit einem LKW abtransportiert in Richtung Ostdeutschland. Im Herbst 1946 kam ich mit Mutter und Schwester (<link typo3 susi74.jpg>Susanne Hiebel, geb. 17.4.1945) als "Heimatvertriebener" in einem Zug-Waggon eines Aussiedlungs-Transportes von Maxdorf im Sudetenland nach Bayern, zunächst ins Auffanglager Lager Lechfeld, dann nach Lengenfeld bei Kaufbeuren (Zwangseinquartierung beim Bauern <link typo3 lengen1.jpg>Kleinhans) und 1950 nach Weißensee-Roßmoos bei Füssen im Allgäu (jeweils ein Zimmer mit ca. 8 qm für 4 bzw. 5 Personen).
Landschaft zwischen Füssen-West, Weißensee und Hopfensee
<link typo3>
(Im Jahr 1946 werden insgesamt 1,95 Millionen Sudetendeutsche aus ihrer Heimat ausgewiesen.) In Lengenfeld und Weißensee-Wiedmar besuchte ich die - jeweils einklassige - Volksschule. 1952 zog die Familie in eine ca. 45 qm große VDK-Wohnung (des Verbandes der Kriegsversehrten) in einer Hälfte einer Doppelhaushälfte in Füssen-West (Foto: <link typo3>Füssen im Winter; <link typo3 forggen1.jpg>Forggensee bei Füssen), und ich begann mit dem Gymnasium ("Oberschule" und später "Oberrealschule" Füssen).
1957
Kontakte mit Kurt Schweigert (<link typo3 kurtetc.jpg>erstes Photo), dem Architekten Wittek und seinen Söhnen Oswin (<link typo3 kurtetc.jpg>zweites Photo) (Freitod 2. 8.1994)) und Wolfgang,
mit dem Maler und Zeichenlehrer Gottfried Herrmann (geb. 1907 in Erlangen) (<link typo3 herrmann3.1.jpg>Bilder aus den 60er und den 90er Jahren: Figuren 1964, Ohne Titel 1962, <link typo3>Ausschnitt "Komödianten" - 1983/84, <link typo3 herrmfrau1.jpg>Satinetta - 1976, <link typo3 herrmausschnitt1.jpg>Ausschnitt Ohne Titel/'Mondgebirge')
Herrmann in einer (von mir organisierten) Ausstellung in Erlangen 1982
Gottried Herrmann: Acryl-Bilder aus den 60er Jahren: Ohne Titel ( 'Mondgebirge'?), 1962, und: Zuschauer, 1961 ):
dem Schulfreund <link typo3 lichtbfoto1.jpg>Werner Lichtenberg (später <link typo3 lichtenbbild.jpg>Maler, München, Freitod 1984) mit dem Mathematik-Lehrer (und späteren Erlanger Universitätsprofessor) Walther L. Fischer (der Ezra Pound kannte und übersetzte für eine Edition von Eva Hesse; er studierte das Altchinesische). 1960 erster Kontakt mit Hans Magnus Enzensberger (der mir sein "Museum" und "Lektion der Stille", eine Sammlung polnischer Lyrik, empfahl. Interesse an der APO (Außerparlamentarischen Opposition), und der Zeitschrift "konkret".
Einzensberger 1960 (abgebildet in der Zeitschrift konkret):
Bezug der Zeitschrift konkret, in der Enzensberger und z.B. auch Ulrike Mainhof zu Wort kamen.
In der Oberstufe, den Jahren 1957-1961, Lektüre von: Jean Giono (<link typo3 jean_giono.html>Husar auf dem Dach), Li-Tai-Pe in Klabunds Übersetzung, Ezra Pound (Dichtung und Prosa bei Ullstein, ABC des Lesens) (Foto: Ezra <link typo3 pound1.jpg>Pound nach der Entlassung aus dem Käfig in Pisa), Hemingway (49 Stories), Brecht: Dreigroschenroman, Buckower Elegien; Enzensberger (Lyrik und Radioessays - um 1959; ich hörte im Rundfunk Enzensberger über Heidegger, über Johannes Gaitanides, über Figurengedichte von Palazzeschi und Ostaijen und anderes sprechen.), die Lyrik im "Museum der Moderne", Kafka (Amerika, "Kaiserliche Botschaft" in der Stiasny-Bücherei), Süßkind: Vom ABC zum Sprachkunstwerk, Deschner: Kunst, Kitsch und Konvention, Dostojewski (Ein lächerlicher Mensch), <link typo3 miller.html>Henry Miller (vor allem: Big Sur). Beginn des Studiums (Germanistik, Anglistik) 1961 in <link typo3 hans61b.jpg>Erlangen.
Buchumschläge
Wenn ich Proust wäre, würde ich einen ganzen Band über Buchumschläge schreiben. Sie strahlen - und strahlten bei ihrem Erwerb - oft mehr aus, als der Inhalt des Buches.
Soeben, Feb. 09, bei Proust entdeckt: "Romane würde ich in Einbänden von ehemals sammeln, denjenigen aus der Zeit, in der ich meine ersten Romane
las ..." (Bd 13, S. 296)
Heinz Schlaffer sagte: "Kultur ist die Gesamtheit der Reiseziele von Bussen mit alten Frauen ..." Kultur ist nur mehr für die Unkultivierten da.
Neben Henry Miller las ich: Kafkas Traumzauber-Roman "Amerika", O'Neills Dramen, Tennessee Williams, E. E. Cummings - und Enzensberger (seine Lyrikbände von 1957, 1960 und 1964 sowie seine geniale Lyrik-Sammlung "Museum der modernen Poesie".
Erste Wahrnehmung Bildender Kunst: Modiglianis Akte, Picassos Graphik, Matisse's Zeichnungen, Jean Miró, Tilmann Riemenschneider; Ausstellungen von Gottfried Herrmann (Große Kunstausstellung), HAP Grieshaber, Chagall, Gauguin, Leger, Chinesischer Malerei im Haus der Kunst München. Erste Besuche von Jazz-Konzerten (Th. Monk, Miles Davis in München, John Coltrane in Nürnberg um 1960; Treffen mit Monk, Gespräch mit Coltrane).
Erste Ferienarbeiten: Tellerwäscher im Hotel Liesl in Hohenschwangau um 1954, Parkplatzwächter am Parkplatz <link typo3>Schloß Hohenschwangau, schließlich 1960 Schloßführer auf Hohenschwangau, dem Schloß der Eltern Ludwigs II.
Erste Kontake mit der Welt der USA über <link typo3 patricia.jpg>Pat (Patricia) Chicarell (geb. 13. Aug. 44), der 16jährigen <link typo3 pat55.jpg>Tochter (Foto: <link typo3 patetc.jpg>Mutter und Tochter) eines 1957/58 in der Kaserne Füssen stationierten GIs. 1958 'Hauslehrer' und Freund <link typo3 biggi.jpg>Birgit Hollmanns. 1960/61 erste längere Beziehung: <link typo3 monika.jpg>Monika Spitaler (geb. 18. Juni 45). 1963 Freundschaft mit <link typo3 mijo2.jpg>Marie-Josephe Halleux aus Mouen bei Caen.
Im Juni 1961 legte ich an der Oberrealschule Füssen die Reifeprüfung ab. In diesem Jahr übersiedelte die Familie nach Fürth; der Vater hatte eine Stelle im Versandhaus Quelle (Nürnberg/Fürth) angenommen, nachdem er den Weg in die Musik (Angebot des Bayrischen Rundfunks, Mitte der Fünziger Jahre, ihn als Sänger anzustellen) endgültig ausgeschlagen hatte. Ich studierte in Erlangen Germanistik und Anglistik bzw. Amerikanistik (vorübergehend auch Philosophie und Romanistik) von 1961 bis 1968; die wichtigsten Lehrer waren: die Anglisten Erwin Wolf und Theodor Wolpers (Anglistik und Amerikanistik), die Philosophen Kamlah, Manfred Riedel und Paul Lorenzen mit seinen Schülern Schwemmer, Lorenz, Mittelstraß; die Germanisten Helmut Prang, Hans Schwerte (alias Schneider, SS-Obersturmbannführer), Ulrich Fülleborn, Kurt Wölfel, Gerhard Neumann. 1964 kam Kurt Wölfel aus Würzburg bzw. Göttingen mit den Assistenten Heinz Schlaffer und Klaus-Dieter Schlüer nach Erlangen; Licht ins Dunkel: Aufklärung, Sturm und Drang und auch Romantik stellten sich neben Konservativismus und Langeweile. (Schwerte gab sich den Anschein der Modernität, Prang, der auch Enzensbergers Angriffe ertragen mußte, lieferte langweilige Pauschalurteile.)
| Heinz Schlaffer |
Gisbert Ter-Nedden - war neben H. Schlaffer und Klaus-Dieter Schlüer (der auch Lyrik schreibt) - Assistent bei Kurt Wölfel. Sparsam im Hinblick auf Publikationen, ist doch alles, was er schreibt, genau durchdacht und gegen unüberlegte Konvention gerichtet (zu Lessing, Brecht, Parabel, Schriftkultur, Aufklärung, Religion, Krieg u.a.) Ter-Nedden starb nach schlimmer Krankheit am 18. April 2014.
Lektüre in dieser Zeit: E.E. Cummings, Garcia Lorca, Giuseppe Ungaretti, Allan Ginsberg, Lawrence Ferlinghetti, vor allem Samuel Beckett
(am 10. 2. 1962 sah ich mit Walther L. Fischer "Endspiel" in einer für mich hervorragenden Aufführung von Frederic Ribell im Studenten- bzw. Kellerlokal "Strohhalm" in Erlangen), <link typo3 saroyan1.jpg>William Saroyan, dessen Kurzgeschichten und Romane ich las, (22.2.1962: Die Pariser Komödie, Aufführung in Erlangen), Max Frisch ("Andorra" März 1962), Truman Capote (Siehe Foto: <link typo3 capotemary.jpg>Capote und Marilyn Monroe 1954): Master Misery und andere Erzählungen. Andere Stuben, andere Stimmen. William Faulkner, E. Hemingway, wieder H. M. Enzensberger, James Joyce, Gisela Elsner, Klaus Röhler, entdeckte Dietrich Werner und H. Ch. Buch; weitere Lektüre: Georg Büchner, Arno Schmidt, K. Ph. Moritz, Lawrence Sterne, Gustave Flaubert, erneut Franz Kafka, Geschichte der Poetik und Ästhetik (in Richtung Examen und schließlich Dissertation - zu Epos- und Romantheorie).
Nachdem ich in Enzensbergers Vita von "Reisen durch Europa" gelesen hatte, bereiste ich per Auto-Stop Italien, Frankreich, England; mit dem Motorrad Kroatien bzw. Jugoslawien; seit 1962 häufig in Kroatien: Karlobag - mit Besuchen beim <link typo3 babic1.jpg>Fischer Ivo Babic und seinen Kindern (Ive, Mile, Iwanka, Karlo), in Mimice - mit Besuchen bei Zeljiko Mimica, in Postup, Mokalo und Podobuce auf Peljesac. (Foto: <link typo3 kroatien1.jpg>Bakara und Podobuce)
Studienfreund Rainer Klein - Schriftsteller vom Format eines Jean Giono (hat aber noch kein Wort geschrieben). Ähnlichkeiten auch mit Lawrence Durrel, Henry Miller, William Saroyan. Fuhr mit 17 den Eltern davon, mit dem Fahrrad, nach Marokko. So ähnlich ging es dann weiter - bis heute. Rainer mit Saft:
Rainer vor dem Ferienhaus seiner Schwester bei Kalamata auf der Peleponnes (ca. 2004)
Rainer, der Unverwechselbare, der Dichter, der nicht schrieb. Er starb in Perugia
am 25. Juni 2014
Vom Herbst 1965 bis zum Sommer 1966 war ich als Stipendiat (des British Council bzw. der King Edward VII Foundation) an der University of Sussex/Brighton. Dort vor allem bei David Daiches, Lawrence Lerner (Anglistik) und A. Thorlby (Germanistik); Besuch bei Peter Gans, Oxford. Mitarbeit am Studententheater Sussex (David Peel: Beckett: Krapp's Last Tape; David Mowat: Ionesco: The Lesson - Ibsen: Ghosts), Bekanntschaft mit Henry Meyric-Hughes (jetzt Direktor der Hayward Gallery). Lektüre: Beckett, Joyce (Ulysses, Portrait of the Artist as a Young Man), Sterne (Tristram Shandy), Richardson, Jane Austen.
1964 (am 17. 10. 1964) wurde mein Sohn Stephan Hundsdörfer geboren (seine Mutter: <link typo3 ilsehu1.jpg>Ilse Mock, geb. Hundsdörfer). (Stephans Tochter: <link typo3 lorna.jpg>Lorna)
Stephan 1996
1964/65 nähere Beziehung mit Ursula Kneitinger aus Lechbruck bei Füssen, die ich seit 1960 - als Schwester meines Freundes <link typo3 kneiting.jpg>Helmut Kneitinger - kannte.
1966 Erlangen
1966, am 20. Juli, heiratete ich Ursula Kneitinger, geb. 29. 6. 1946 in Mickhausen bei Augsburg; kirchliche Trauung 24. 9. 1966.
Ursula Kneitinger 1965
Die Ideologien bzw. Illusionen der Studentenbewegung ("sexuelle Revolution") führten bald zu einer Trennung; die Scheidung fand indes erst am 18. 5. 1976 statt. Die freundschaftlichen Kontakte zu Oswin Wittek und Werner Lichtenberg und seiner Frau Heidi Lichtenberg (jetzt "Lilith": Gemälde, <link typo3 lilith.jpg>Plastiken, Keramik, München) blieben bis zum Freitod beider Freunde erhalten.
Die Vertreibung des 'Mittelalters' aus der Universität Erlangen (später "Erlangen-Nürnberg") geschah auch durch die Gründung des SDS (des Sozialistischen Deutschen Studentenbunds) in Erlangen 1966, an der ich (zusammen mit Karl Held, Robert Kurz u.a.) teilnahm. Die Ablehnung von Wiederbewaffnung bzw. Bundeswehr, Vietnamkrieg, Atomwaffen, Herrschaftsstrukturen in Gesellschaft bzw. Universität, Notstandsgesetzen usw. waren neben illusionistischen Hoffnungen auf Herrschaftsfreiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Brüderlichkeit, auf Umverteilung des Reichtums und der Macht usw. die motivierenden Kräfte. Später stießen auch aus dem 'Establishment' kommende Interessenten zum SDS: Die Assistenten Heinz Schlaffer, Elmar Altvater, Arnhelm Neusüß, Christel Neusüß u.a.
Die politische Landschaft veränderte sich nach den Gipfelpunkten (Schahdemonstration, Tod des Studenten Benno Ohnesorg durch die Kugel eines Polizisten, Attentat auf Rudi Dutschke, Notstandsgesetze usw.). Nach 1968: Es entstanden die dezentralisierten Basisgruppen an den Instituten; so am Institut für Germanistik in Erlangen, wo ich dann im Rahmen des Einführungsprogramms Grundkurse unterrichtete (zu denen auch Marx-Lektüre gehörte). In dieser Zeit entstand die "Marxistische Gruppe", die sich später spaltete in eine "Theoriefraktion" ("Marxistische Gruppe" im engeren Sinne, die in München ihr Zentrum hatte und dann bundesweit Ableger umfaßte), und die weniger langlebige "Praxisfraktion". Marx-Studium (vor allem: Kapital I-III), unter anderem mit Freerk Huisgen, Hans-Joachim Giegel, Christa Perabo u.a.). In dieser Zeit bedrohte das Berufsverbot die politisch Aktiven.
1968 war ich mit meiner Frau Ursula geb. Kneitinger und den Freunden Hartmut Schmidt und Ulrike Schmidt-Schladebuch in eine Wohngemeinschaft, "WG", gezogen. Mit dem Marxstudium setzte - was paradox erscheinen mag - auch, inspiriert durch H. Marcuse, Th. W. Adorno, J. Habermas das Studium der Psychologie und zugleich Antipsychologie und Antipsychiatrie ein, damit begannen auch die Experimente der "Kommune I" und "Kommune II", die Proklamation der "freien Liebe" bzw. "sexuellen Revolution", die Verfemung der "bürgerlichen Ehe", die "antiautoritäre Erziehung" mit der Gründung von "Kinderläden" usw. Die Vereinigung von Soziologie und Psychologie erscheint als eine im Kern widersprüchliche Denkform; aber die 'Revisionisten' Adorno, Horkheimer, Marcuse u. a. hatten dem den Weg geebnet.
1968 legte ich das Wissenschaftliche Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien in den Fächern Deutsch und Englisch (mit einer Zulassungsarbeit zur Epos- und Romantheorie bei J.G. Gottsched) ab. Am 14. Juli 1972 promovierte ich zum Dr. phil. mit der Dissertation DIE DEUTSCHE EPOS- UND ROMANTHEORIE IM 18. JAHRHUNDERT (veröffentlicht unter dem Titel "Individualität und Totalität. Zur Geschichte und Kritik des bürgerlichen Poesiebegriffs von Gottsched bis Hegel anhand der Theorien über Epos und Roman", Bonn 1974). 1982 reichte ich meine Habilitationsschrift über FRANZ KAFKA an der Universität Erlangen ein („Franz Kafka. Konfigurationen des Rechts, der Macht und des Begehrens“; veröffentlicht unter dem Titel "Die Zeichen des Gesetzes. Recht und Macht bei Franz Kafka", München 1983) und wurde am 24. 5. 1982 für das Gebiet der Neueren deutschen Literaturgeschichte habilitiert. Von 1968 bis 1982 war ich als Wissenschaftlicher Mitarbeiter (DFG-Projekt: "Wörterbuch der Poetik des 16., 17. und 18. Jahrhunderts" unter Leitung von Kurt Wölfel) und schließlich als Wissenschaftlicher Assistent (bei Kurt Wölfel) in Erlangen tätig. Im September 1982, nach der Habilitation, wurde ich für drei Jahre zum akademischen Oberrat a. Z. ernannt. Die Erteilung der Lehrbefugnis und die Ernennung zum Privatdozenten erfolgte am 12. 4. 1984. Im SS 1983 vertrat ich in Erlangen und im SS 1984 in Gießen einen C4-Lehrstuhl.
Ich habe am 4. 10. 1977 Ursula Elvira Schmeller, geb. am 2. 4. 1954 in Erlangen, geheiratet.
Hans ca. 1972/73
Collage von Uschi für mich - 1972
Uschi auf der Akropolis - nach Agios Joannis, Volos, Skopelos, Athen - 1973:
In Saint Jean De Luce bei Biaritz
Heirat 1977
Wir waren 1974 aus der WG in eine "bürgerliche" Wohnung gezogen. Am 20. 10. 1977 wurde unser Sohn Holger Johannes und am 3. 11. 1983 unsere Tochter Hannah Christina geboren. 1979 war meine Mutter (genau 10 Jahre nach dem Tod meines Vaters) gestorben. Wir bezogen 1979 ein Reihenhaus in Heßdorf bei Erlangen. Meine Frau hat 1978 das 1. und 1983 das 2. Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien (Deutsch, Sozialkunde, Geschichte) abgelegt und 1984 eine Planstelle angetreten. Am 1.1. 1985 begann ich eine DAAD-Langzeitdozentur an der University of Sussex (Brighton/England) und wurde zum "Reader" of German ernannt. Die Dauer war leider befristet - auf 5 Jahre. Anfang 1985 erhielt ich einen Ruf an das Institut für Germanistik an der Karl-Franzens-Universität Graz, Österreich, und wurde mit Wirksamkeit zum 1. September 1985 zum "ordentlichen Universitätsprofessor" für "Österreichische Literatur und Allgemeine Literaturwissenschaft" an der Karl-Franzens-Universität Graz ernannt. Daher hatte ich die Stelle in England gekündigt. Meine Frau gab quasi gezwungenermaßen die Planstelle am Gymnasium auf und die Familie übersiedelte Anfang September 1985 von Heßdorf bei Erlangen nach Graz. Die Emeritierung erfolgt 2009; ich unterrichtete noch bis 2011.
Ursula Hiebel 1998
Seit 1985 lehre ich an der Universität Graz. Im summer term 1988 war ich als Gastprofessor an der Sussex University/Brighton tätig. Ich habe in der Zwischenzeit an Symposien zu Büchner (Marburg), Kleist (Oldenburg), zur Romantik (Strasbourg), zu Ingeborg Bachmann (Canton, New York) und zur Literatur der Moderne (Klagenfurt), zur Österreichischen Literatur und Kultur (University of California at Riverside), zu Samuel Beckett (Den Haag, Strasbourg, Berlin), Kafka (Klosterneuburg/Wien) und zu Theodor Storm (Husum/Hamburg) teilgenommen und Vorträge zu Kafka, Büchner, Schiller, Lenz, Kleist, Horvath und anderen Autoren des 18., 19. und 20. Jahrhunderts in Würzburg, Strasbourg, Brighton, Birmingham, Montreal, Edmonton, Vancouver, Riverside, Canton, Bloomington/Indiana, Amherst, Wien, Klagenfurt, Zagreb, Santa Barbara, Husum/Hamburg, Jena und andernorts gehalten.
In den Rocky Mountains nach dem IVG-Kongress in Vancouver 1995
Die Trennung erfolgte 2001, die Scheidung im Dezember 2011.
Im Zuge der Vortragstätigkeit gelang es mir auch, Tony Miller, den Sohn Henry Millers, in Big Sur aufzusuchen; Lawrence Ferlinghetti, den ich in Graz (sic!) kennengelernt hatte, zu besuchen und zu interviewen, Interviews mit dem Beckett-Verleger John Calder zu führen, mit Samuel Beckett zu korrespondieren ...
Zu meinen engen Freunden (politically correct: FreundInnen), rein privater und teilweise kunstbezogener Natur, gehören bzw. gehörten: meine Schwester: Susanne Despineux, geb. Hiebel, Ilse Mock, geb. Hundsdörfer (gest.), Inge Jrschitzka (1952!), Sylvia Rauch (verh. Lónyay, Wien), Monika Hallbauer geb. Spitaler (Füssen), Oswin Wittek (gest.), Werner Lichtenberg (Freitod), Joachim Eversen (gestorben), Brigitte Wittek (geb. Möst, Füssen, München), Wolfgang Smetana (München, Zeichenlehrer und <link typo3 smetana1.jpg>Maler), Rainer Klein (Nürnberg), Hedwig Appelt & Gerhard Meisel (Freiburg i. Br.), Helmut Kneitinger (Füssen, München), Brigitte Kneitinger (Freitod 5. 12. 1990), Marek Kedzierski (Krakau und Freibrug i. Br.), Bernd Auerochs (Nürnberg, Jena), Gottfried Herrmann (Horn bei Füssen) (gest.), Walther L. Fischer (Fürth, Nürnberg), John C. Roehl (Brighton), Ronald C. Speirs (Birmingham), Alison Rooper (London), Marie-Josèphe Férey geb. Halleux (Mouen bei Caen, dann Joué les Tour), Kurt und Erda Schweigert (Füssen) (Kurt starb am 9.1.2012), Hartmut Schmidt, Ulrike Schmidt-Schladebach, Heidi Lichtenberg/Lilith (München), Patricia Russell geb. Chicarell (USA), Birgit Wohlfahrt, geb. Hollmann, Zeljko Mimica (Mimice), Ivo Babic (Karlobag) (gest.), Baldo u. Nada Rados (Postup auf Peljesac), Heidi Lehmann, Walter Amann (Kunstkollektiv "King-Kong", München), Karlheinz Fritz (Füssen, München, gest.), Sylvia Lónyay, Herwig Walitsch (gest.), Thomas Pfob (Afrikan. Trommel), die Kollegen: Heinz Schlaffer, Hannelore Schlaffer (Stuttgart), Klaus-Dieter Schlüer (Erlangen), Kurt Wölfel (Bonn), Gisbert Ter-Nedden (Hagen, Bonn), Helmut Pfotenhauer (Würzburg), Theo Elm (Erlangen), Wolf Kittler (Santa Barbara), Friedrich A. Kittler (gest.).
In Graz arbeitete bzw. arbeite ich mit meinen AssitentInnen: Günther Höfler, Robert Vellusig, Doris Plöschberger und den Projektmitarbeitern: Karl Kogler, Heinz Hiebler, Herwig Walitsch (gest.) zusammen. Unter den Kollegen und Freunden standen bzw. stehen mir in Graz nahe: Franz K. Stanzel, Ulrich Schulz-Buschhaus (gest. 2000), Werner Helmich, Werner Wolf, Bernhard Hurch ...
Dem Bereich der Künste
wären zuzurechnen: Gottfried Herrmann, Gerhard Köpf (Schulfreund aus Füssen), Wolfgang Maurer (Zeichenlehrer, Maler, Füssen), Marek Kedzierski (Regisseur, Übersetzer, übersetzt Beckett ins Polnische, Dramatiker), Eva Hesse, Lawrence Ferlinghetti -
(Ferlinghetti in seinem Büro in City Lights/San Francisco, bei einem Besuch/Interview 1992)
- Hermann Kinder, Samuel Beckett, Walter Asmus (Regisseur, Becketts Regieassisten), John Calder (Beckett-Verleger), Erika Tophoven-Schöningh (Beckett-Übersetzerin), Martin Esslin, James Knowlson, Lois Overbeck, Christopher Couch (Maler, Schüler Lukian Freuds), Tony Miller (Sohn Henry Millers in Big Sur; Haus und Garten auf <link typo3 hmillerjpg.jpg>Partington Ridge bei einem <link typo3 millertony92.jpg>Besuch bei Tony Miller 1992; die <link typo3 millervogel.jpg>Schale für das Vogelfutter steht noch immer da - seit 1957, als Henry Miller sich mit seinen Kindern Valerie und Tony photographieren ließ [siehe Rowohlt-Monographie zu H. Miller].
Ein Forschungssemester im Sommer 1989 machte es mir möglich, drei geplante Bücher zu vollenden: eine Monographie zu Ibsen ("Henrik Ibsens
psycho-analytische Dramen"), eine Studie zur Dramentheorie mit dem Reprint von Gottfried Zeissigs Dissertation ("Die Ueberwindung der Rede im Drama") und die Edition eines Sammelbandes zum Verhältnis von Technik und Literatur bzw. Medien und Literatur („Medien und Maschinen. Literatur im technischen Zeitalter") zusammen mit Theo Elm. Zu den anderen Buch-Veröffentlichungen siehe Main Page und Wissenschaftliche Aufsätze - sowie Literarische Werke.
Am 6. 12. 1993 wurde vom österreichischen Fonds zur Förderung der wissenschaftlichen Forschung (FWF) mein Antrag auf Einrichtung eines Forschungsprojekts mit dem Titel „Literatur und Medien“, dessen Aufgabe die Erforschung des Einflusses der Medienumwelt auf die Formen der Literatur sein soll, genehmigt; die Projektgruppe nahm am 1. 2. 1994 ihre Arbeit auf. Folgeprojekte wurden bis Ende 2000 genehmigt; mittlerweile sind erste Projektresultate (eigentlich Vorstufen zum Endresultat) erschienen: "Kleine Medienchronik" (Beck), "Große Medienchronik" (Fink) und "Die Medien" (Fink, UTB). Das eigentliche Ziel des Projekts war die Vermittlung von Mediengeschichte und Literatur, es wurde leider nur in der Form erreicht, daß ausschließlich Einzelstudien der verschiedenen Mitarbeiter vorliegen, teils veröffentlichte, teils nur im Manuskript vorliegende. Eine Förderung der Drucklegung dieser Resultate wurde nicht genehmigt.
Unser Sohn Holger Johannes
Holger 1999
Holger 2000
studiert seit 1998 gewissenhaft, erfolgreich und unbeirrt die Fächerkombination "Toningenieur", d.h. eine Verbindung von Elektrotechnik und Musik (mit dem Instrument: Klavier); Diplomprüfung 2005. Er begann seine berufliche Karriere als Entwickler bei Philipps. Unsere Tochter schloß 1998 ihre 4. Gymnasialklasse mit "sehr gut" ab und begann dann das Gymnasium in Form einer Abendschule fortzusetzen, die Matura/ das Abitur fiel in das Frühjahr 2006. Seither studiert sie Psychologie an der Universität Graz. Diplom mit Auszeichnung 2013.
Hannah Anfang 1999
Nach einer Herzmuskelentzündung und Nervenkrise Anfang 1995 versuchte ich einige 'alternative' Tätigkeiten:
1996 Percussion (<link typo3 djembe1.jpg>Afrikanische Djembe), 2002 Samba-Gruppe (Grazamba), 1999 Reiten (therapeutisches Reiten,
dann Dressur - auf Halif, Struppa, Fulton, Zeus, <link typo3 rocco.jpg>Rocco, <link typo3 roccoundo.jpg>Oase und <link typo3 patriot.jpg>Patriot). (<link typo3 halif.jpg>Halif war das erste Pferd meines Lebens, auf das
ich mich durch Ermunterung von Dagmar Zidek (Neurologin, Reittherapeutin) zu setzen wagte ... Sie nahm mir auch die Furcht
vor Schäferhunden. So eerstanden wir den Schäferrüden Aron. Auf Halif folgten Struppa, dann Fulton, der Einäugige, dann hatten wir ein Jahr lang den Hengst Zeus, Mai 2001 bis Mai 2002, als eigenen Besitz, es folgten Reitstunden auf Rocco, 2002 bis 2003, dann Oase, 2004, dann Patriot 2004/05 bis 2009, als ich nach einem Sturz des Reiten aufgab.)
Hannah 2003 - im Urlaub auf Fuerte Ventura - erkundet die Canarischen Inseln ... Surfen - und eine Erkältung-Bekommen ...
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
<link typo3 hanshabild.jpg>
2004 - unter einer Zeichnung der ca. 8jährigen Hannah aus dem Jahr 1991
<link typo3 holg05a.jpg>Holger im August 2005 - kurz vor Beendigung seines Studium (Toningenieur)
Holger und Stephan, der im August 2005 mit Lorna aus Berlin zu Besuch in Graz war
<link typo3 lorna13b.jpg>Lorna Bauer in Graz, kurz vor ihrem 13. Geburtstag, den sie bald darauf, am 18. August 2005, mit Mutter Steffi Bauer und Pferd Billy
in Körzin bei Berlin feierte
Lorna - Stephan - Holger - Hannah 2005:
Unser Hund Aron von der Schloßruine (sic!) geb. 15. 3. 1999 (starb nach einem Unfall 2002)
Nach früher praktizierten Versuchen in Lyrik, Prosa und Theater ein Band Erzählungen ("Dreharbeiten").
Das seit 1960 praktizierte intervallsweise Malen ab und zu wieder aufgenommen:
Münster II
"Running", Akryl 2015
"Medusa" - Ausschnitt
und Photographieren
(Nördlich von Füssen im Allgäu)
Aber beide traten indes mehr und mehr zurück; ebenso das Klavierspiel.
Heinz Schlaffer im Jahre 1998: "Wir zwei sind jetzt dem Tode näher als der Geburt".
1999
Von 2001 bis Herbst 2005 arbeitete ich an einer - nicht enden wollenden - Studie zur LYRIK im 20. Jahrhundert ("Das Spektrum der modernen Poesie"). In ihm werden - unter anderen - meine Lieblingsgedichte betrachtet. Diese Liebesgeschichte begann ungefähr 1955 - vor 50 Jahren ... mit Gedichten von Modigliani und Ezra Pound ... Exotischer Einstieg?
Mit Patriot 2005
Holgers Sponsion - Diplomingenieur/Toningenieur an der TU Graz im Dezember 2005 (mit Auszeichnung)
Hannahs Matura-Feier - Februar 2006 (mit Auszeichnung):
Holger 2005
Holger heiratete am 5. September 2014 Verena Voitek.
Hans (Helmut) Hiebel 2012
Nach der Emeritierung 2009 unterrichtete ich
bis 2011.
Hans H. Hiebel 2013
Hans mit Enkel Fabian Johannes, dem am 22. Sept. 2015 geborenen Sohn von Holger und Verena Hiebel
Roswitha Maria Jauk, Lebensgefährtin seit 2001
Roswitha Maria Jauk
Roswitha Maria Jauk
Roswitha Maria Jauk
Zuletzt geändert am 10.10. 2015
Last modified 10-10-2015
erzählung
HANS H. HIEBEL
JESCHUA AUS NAZARETH
Erzählung über den historischen Jesus
bild
Henry Miller: Big Sur